Foren-Übersicht Fragen und Diskussion allgemein Was man so alles auf dem Bogenrand findet:

Was man so alles auf dem Bogenrand findet:

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Moderator: Rüdiger



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Bernd HL hat geschrieben:
Plattenzeichen



Die Plattenzeichen zeigen dem Drucker den Anfang einer Druckform. Die Druckform beinhaltet zwei Schalterbogen untereinander, wobei der untere Bogen diese Markierung nicht aufweist. Sie sind immer in Markenfarbe gehalten.



Es gibt verschiedene Formen der Plattenzeichen:



- kurze und lange Striche

- in Kreisform hohl oder ausgefüllt

- Quadrat oder Rechteck



Diese Randbesonderheit ist bei Bund und Berlin ausschliesslich von den Bogenmarken der Serie Burgen und Schlösser bekannt. Sie hat ihren Platz im Bereich der Querzähnung unter Feld 1, knapp darüber oder darunter. Die Wertstufe zu 60 Pf in roter Farbe (Schloss Rheydt) von Bund und Berlin hat das Plattenzeichen als einziger Wert auch rechts am Rand knapp über der Querzähnung von Feld 10.


Der Dateianhang Plattenzeichen.jpg existiert nicht mehr.



Kleine Ergänzung zu dieser Aufstellung auf Seite 3 Beitrag vom Di 4. Jun 2013, 21:32: Der Wert zu 40 Pf mit einem schönen senkrechten Rechteck als linker Eckrand-4-er-Block:

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Und noch eine Ergänzung zu Seite 1 letzter Beitrag: Etwas schwächer ausgeprägter Druck im Oberrand:

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Mi.-Nr. 161 (Philipp Reis) aus dem Jahr 1952 mit senkrechem Strich in Markenfarbe auf dem rechten Seitenrand.

April006.jpg


Gruß Rainer
Meine Leidenschaft: moderne Postgeschichte bis 1965 und Dauerserien :D


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Vor längerer Zeit wurden hier schon mal Eckrandstücke der Versandstelle mit korrigierter Bogenwertzahl vorgestellt. Hier einige weitere Stücke, bei denen sich der Bogenwert durch die nicht mehr zum Verkauf geeigneten Marken mit minimalen "Stempelbestandteilen" auf jeweils die Hälfte reduziert hat. Es handelt sich um einen Satz der Wohlfahrtsmarken 1978 mit Waldblumen.

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MiNr 982

20170416_0005.jpg
MiNr 983

20170416_0006.jpg
MiNr 984

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MiNr 985


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Hallo zusammen,

vor einiger Zeit habe ich bei ebay eine postfrische linke obere Ecke der Bund-Michel-Nummer 471 (Verkehrsausstellung München 1965, 20 Pf) gesehen, die einen merkwürdigen breiten Strich am senkrechten Rand aufweist. Da ja diese Jahrgänge nicht unbedingt die gefragtesten sind, war ich dann auch der einzige Bieter und habe die Marke zum Ausruf von einem Euro plus Porto erwerben können. Nach ein paar Tagen kam die Marke dann auch an und ich war regelrecht geplättet von dem, was da vor mir lag. Erst hatte man ja noch die Befürchtung, das gesehene könnte auf der Steckkarte oder vom Scannen her rühren, aber nein, das war echt original so wie im Scan abgebildet. Hier erst mal die Marke im Bild:

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Und nun die grosse Frage, was ist das? Eine solche Bogenranderscheinung habe ich noch nie gesehen. Meine Anfrage bei dem Bogenrandspezialisten Günter Schwarz (Herausgeber des Fachbuches "Auch der Bogenrand ist interessant") führte leider zu keinem Ergebnis, da er diese Erscheinung auch noch nie gesehen hat. Ebenso negativ verlief eine Anfrage bei Herrn Zerbel, welcher ja noch für die Sammler nur noch bis Anfang des Jahres im Auftrag der Bundesdruckerei Auskünfte erteilen durfte. Da kam meine Anfrage leider zu spät und er durfte sich nicht mehr dazu äussern. Auf der im Mai stattfindenden Briefmarken-Messe Essen werde ich noch einmal versuchen, den Bund-Prüfer Herrn Schlegel dazu zu befragen, vielleicht hat er ja noch eine Idee, was das sein könnte.

Man sieht, auch im Billigst-Segment schlummern noch Stücke, die entdeckt werden wollen! Wenn ich weitere Informationen habe, werde ich sie hier bekannt geben.


Beste Grüsse

Bernd


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Hallo Bernd,

ich würde sagen, das ist ein Überstück vom Randstück, sprich der Bogen ist ja auch nicht durchgehend gezähnt. Folglich gehe ich davon aus, dass dieses Stück eigentlich hätte abgetrennt werden sollen, bevor der Bogen in Verkauf ging bzw. an den Postschalter gewandert ist.
Was es ist, gute Frage, könnte vom Druck her rühren, eine Papier Makierung sein die hätte abgetrennt werden sollen oder vl. auch nachträglich angebracht? Dachte zuerst ist ein Knick aber das Papier selbst ist ja plan.

Grüße,
Ron


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Auf diesem Eckrandstück der Marke zum 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Bessel (MiNr 1219) wurde zur besseren Abrechnung bei der Versandstelle auch wieder eine korrigierte Bogenwertzahl aufgedruckt.

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Auch bei dieser Marke "150 Jahre Deutscher Zollverein" (MiNr 1195) wurde auf dem Eckrand die korrigierte Bogenrandzahl aufgedruckt.

20171221_0013.jpg


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Hallo zusammen,

nach meiner unfreiwilligen mehrmonatigen Zwangspause hoffe ich in Zukunft mal wieder etwas mehr Zeit für das Hobby und das Forum zu finden. In den letzten Monaten musste das Hobby fast komplett ruhen, vordringliche berufliche und familiäre Dinge hatten Vorrang und füllten die ohnehin schon knappe Freizeit komplett aus. Ich hoffe, dass diese „Seuchenzeit“ langsam zu Ende geht und ich meine angehäuften Rückstände aufarbeiten kann.

Da ich für die Arbeitsgemeinschaft Posthorn-Heuss vor einiger Zeit einen kleinen Artikel verfasst habe, in dem es um Randbesonderheiten bei Heuss I geht, möchte ich Euch hier auch einmal daran teilhaben lassen. Es ging um 2 Werte, einmal der zu 6 Pf und der zu 8 Pf. Aber lest selbst du schaut Euch die Bilder dazu an:


Beginen wir mit dem Wert zu 6 Pf:

Vor längerer Zeit habe ich in einem Händlerbuch auf einem Tauschtag eine linke untere Bogenecke gefunden, auf der keine Strichelleiste im Unterrand gedruckt worden ist.


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Bislang kannte ich nur Eckunterränder mit Strichelleisten über der Reihenzahl wie im folgenden Bild. Auch in der ARGE und bei weiteren Sammlerfreunden war diese Erscheinung bislang unbekannt. Das Papier im Unterrand ist auch nicht beschädigt.


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