Foren-Übersicht Fragen und Diskussion allgemein Was man so alles auf dem Bogenrand findet:

Was man so alles auf dem Bogenrand findet:

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Moderator: Rüdiger



Beiträge: 290
Bernd HL hat geschrieben:
Hallo zusammen,

heute kann ich ein paar Neuzugänge an Bogenrandbesonderheiten zeigen:

Den Anfang macht die Ausgabe Bund „Postkonferenz“, Mi.-Nr. 398 vom 7.5.63. Hier habe ich ein linkes Seitenrandstück erhalten, auf dem der Steuerstrich zu sehen ist.

271.ejpg.jpg


Hallo "Bernd HL",

als nur ab und an Mitleser, ist mir unklar, welcher der beiden Striche, die ich erkennen kann, nun der Steuerstrich ist?
Wie könnte dann der zweite Strich bezeichnet werden? Oder warum befinden sich zwei Striche auf dem linken Seitenrandstück? Welche Bedeutung hat die "8"?

Mehr Fragen, wie :idea: :D

Gruß
LR07/576/GL


Beiträge: 7660
Hallo LR07/576/GL,

beide Striche sind "Steuerstriche":
Steuerstriche wurde von der Bundesdruckerei von 1956 - 1963 verwendet. Sie steuern die Perforation: Der waagerechte Strich die waagerechte, der schräge Strich die senkrechte Perforation.

Die "8" ist de letzte Ziffer der "Bogenzählnummer".

Liebe Grüße
Rüdiger


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Hallo zusammen,

vielen Dank an Rüdiger, der die Antwort schon gegeben hat. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Ich habe momentan leider etwas zu viel um die Ohren, so dass ich nicht immer zeitnah antworten kann. Ich bräuchte zur Zeit wirklich 48 Stunden-Tage, um alles bewältigen zu können, was auf mich "einstürmt". Da muss zeitweise das Hobby leider zurückstehen.


Beste Grüsse

Bernd


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Hallo zusammen,

es folgen mal wieder 3 Belege zum Thema interessanter Bogenrand. Hier geht es nicht um die Versendungsform oder Frankaturen sondern in erster Linie um die besonderen Einzelstücke:

Der hier gezeigte erste Beleg, ein Einschreiben mit Sonderstempel von Rheinbach vom 24.4.71, hat unter anderem eine Marke Brandenburger Tor 10 Pf aus Berlin aufzuweisen. Diese stammt aus dem Heftchenbogen, erkennbar an der senkrechten Strichelleiste. Dazu sind auf dem Randstück aber noch ein roter Nadelpunkt und ein kleiner brauner Anlagestrich zu sehen. Diesen Beleg konnte ich seinerzeit nicht in der Grabbelkiste liegen lassen und er kam für ganze 40 Cent zu mir ins Album.

287a.jpg
287a1.jpg


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Die nächsten beiden Belege passen sowohl in die Kategorie „Auch der Bogenrand ist interessant“ als auch in die Serie Bedeutende Deutsche. Beim ersten Beleg soll das Augenmerk auf die linke 5 Pf-Marke gerichtet sein. Hier fällt sofort die unterbrochene Strichelleiste auf. Diese Erscheinung ist auf dem Heftchenbogen aber auf dem einen Feld Standard und kommt in der Gesamtauflage vor. Interessanter ist bei der linken Marke etwas ganz anderes: Man kann ganz aussen am Rand noch eine kleine punktierte Linie erkennen, die Schneidelinie. Die ist hier noch sichtbar, weil der Schnitt nicht ganz da geschehen ist, wo er eigentlich sein sollte.

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286b1.jpg


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Beim zweiten Beleg haben wir ein linkes unteres Eckrandstück, auf dem diese Schneidelinie ebenfalls, das sogar noch deutlicher, zu sehen ist. Dazu kommt noch unten eine Verdickung der Schneidelinie. Dem Betrachter fällt natürlich auf, dass der Beleg oben rechts schief beschnitten ist. Aber mal ganz ehrlich: Soll man deswegen auf einen Erwerb verzichten? Ich meine nein. Erstens findet mal solch ein Eckrandstück mit der Linie und zweitens würde ich solche Belege immer ganz lassen, alleine schon zum Schutz der Marke selber. Das Abweichen birgt das Risiko der Abtrennung der Ränder und das kann ja keiner wollen, oder?

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286a1.jpg


Beste Grüsse

Bernd

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