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Was man so alles auf dem Bogenrand findet:

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Moderator: Rüdiger



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Hallo Rüdiger,

das sind ja schöne Briefstücke, die Du uns hier zeigst! Ich kann da leider „nur“ mit postfrischen Stücken dienen:

Zum einen eine rechte obere Bogenecke passend zu Deiner gezeigten Bund Mi.Nr. 1963 „Dehler“. Hier ist auffällig das „Leerfeld“ jeweils am Oberrand und rechten Seitenrand, wo dann noch zusätzlich ein weiterer Rand anschliesst.

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Dazu eine Marke Mi.Nr. 1984 „Jünger“ mit oben anhängendem „Leerfeld“. Da ist dann der untere Rand vom darüberliegenden Bogen noch mit vorhanden.

158b.jpg


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Und ein kompletter Bogen „Heine“ (sogar der mit Runen!), Mi.Nr. 1962. Hier ist links ein zu breiter Bogenrand und rechts ein komplettes „Leerfeld“ mit Zähnung vorhanden.

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Nun aber zu Deiner Frage: Klar sind diese Stücke sammelwürdig! Und auch klar ist, dass es sich definitiv irgendwie an den Markt gelangte Makulatur handelt! Zu diesen Stücken sei aber noch gesagt, dass man sich hüten sollte, dafür „richtig“ Geld hinzulegen! Ich habe mal mehrere Auktionshäuser beobachtet, die solche Stücke von Einzelmarke über Bogen und Belege im Angebot hatten. Die Ausrufpreise waren mit ab 50 € aufwärts angegeben und das Material drehte einige Runden, ohne das es verkauft wurde. Irgendwann gingen Teile davon in die Liquidation und sind auch dort liegen geblieben. Geprüft wird das Material nach meinem Kenntnisstand auch nicht mehr, da es sich, wie anfangs schon erwähnt, „irgendwie an den Markt gelangte“ Makulatur handelt. Auf jeden Fall hast Du mit deinen je 3 € bezahlten Belegen nichts falsch gemacht. Aber „grosse Reichtümer“ sind damit eher nicht zu erwarten. Meine 3 Stücke habe ich mal vor einiger Zeit von verschiedenen Sammlerfreunden im Tausch erhalten können und ich habe sie auch nur zu Dokumentationszwecken genommen.


Beste Grüsse

Bernd


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Hallo zusammen,

da hätte ich doch fast noch einen Bogen unterschlagen: Mi.Nr. 1954 „Mehr Sicherheit für Kinder im Strassenverkehr“ 10 Pf „leicht“ verschnitten. Interessant sind hierbei natürlich die rechts am überbreiten Bogenrand sichtbaren Farbrandstreifen, die ja normalerweise bei dem regulären Bogenzuschnitt nicht mehr vorhanden sind.

166.jpg


Für diesen Bogen gilt auch das vorher gesagte, es handelt sich um Makulatur und sollte nie zu teuer bezahlt werden.


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Wo wir gerade beim Bogenrand sind: Ich habe vor vielen Jahren einmal gedacht, mit den folgenden 3 Marken mit Oberrand ein absolutes Schnäppchen zu machen. Zuerst zeige ich sie mal im Bild.

Es sind zum einen die Mi.Nr. Bund 214 mit Reihenwertzähler 6 (DM):

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…und Mi.Nr. Bund 231mit Reihenwertzähler 1,50 und 2,- (DM):

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Als ich die 3 Stücke in einer Grabbelkiste gesehen habe, hatte ich nur einen Gedanken: Kaufen! Die Oberränder sind so unnatürlich übergross, die muss man haben. Zumal für 1 € pro Beleg das wirklich ein günstiges Angebot war. Aber es kam, wie es kommen musste…

Im folgenden Sammlerleben merkte ich dann, dass die Form der Oberränder bei den jeweiligen Ausgaben normal war bzw. ist. Ich habe bislang noch keine Stücke mit kleineren Oberrändern gesehen. Also klarer Fall von denkste! Aber egal, alleine die beiden 10 Pf-Marken mit schönem Berlin-Stempel sind schon mal ein Hingucker. Und die 20 Pf-Marke auf einem Bedarfsbrief ist auch nicht zu verachten. Also ist jedes Belegstück mit einem Euro unter dem Strich gut bezahlt und zumindest schon mal kein rausgeworfenes Geld. Aber halt auch keine erhoffte Besonderheit, sondern normale Ware. Meine Zeilen sollen Euch vor zu teuren Käufen bei solchen Stücken warnen, falls Euch mal diese Ausgaben begegnen und als „Abarten“ angeboten werden. Für kleines Geld mitnehmen ist kein Problem, aber halt nicht über den sprichwörtlichen Tisch ziehen lassen!

Beste Grüsse

Bernd


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Hallo zusammen,

vereinzelt hatten wir hier ja schon mal die Randstücke mit der Bezeichnung „Korrigierte Bogenwertzudrucke“ angesprochen. Heute möchte ich einmal die verschiedenen mir vorliegenden Möglichkeiten auf einem Haufen vorstellen.

Zur Verdeutlichung, warum dieser Bogenrandaufdruck überhaupt gebraucht wird, hier ein senkrechter 3-er-Streifen vom rechten oberen Bogenrand im Bild. Da kann man an der mittleren Marke erkennen, dass die durch ein sogenanntes Andreaskreuz entwertet wurde. Der (aufgedruckte) „Stempel“ ragt auf diese Marke von den Nachbarmarken über und macht die Marke somit unverkäuflich. Und damit nachher bei der Abrechnung auch die Kasse stimmt, wurde der berichtigte Bogenwert (in diesem Falle rechts oben) aufgedruckt. Die Marke mit dem Kreuz sollte eigentlich vernichtet werden und auch keine Einheiten abgegeben werden, aber wie man sieht…

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Nun habe ich über die Jahre einige Stücke erhalten können, die auch den korrigierten Bogenwertzudruck abweichend zeigen. Normal ist der in der rechten oberen Bogenecke, siehe folgendes Bild:

176f.jpg

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