Foren-Übersicht Fragen und Diskussion Postgeschichte Nachgebühr Stempel "Nachgebühr" Stempel "Nachgebühr"

Stempel "Nachgebühr"

Moderator: Rüdiger


Beitrag Di 8. Sep 2015, 23:24

Beiträge: 7938
Das in der DDR am 07.11.1958 herausgegebene Postwertzeichen "Pappchinese" wurde noch am Ausgabetag vom Schalterverkauf zurückgezogen und für die folgenden Tage zur Freimachug als "nicht gültig" erklärt!

Dieser Brief im Ortsverkehr von Erfurt wurde am 09.11.1958 entsprechend der Portostufe von 20 Pfennig für einen Brief über 20 Gramm als EF mit einem Exemplar dieses Postwertzeichens frankiert:

IMG_0005.jpg
Das Postwertzeichen wurde durch Umrahmung per Blaustift als ungültig gekennzeichnet und das Eineinhalbfache des Fehlportos von 10 Pfennig, einem Brief im Ortsverkehr bis 20 Gramm entsprechend, wurde in Blaustift "15" als Nachgebühr vermerkt, worauf ein roter Stempel hinweist.

Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Di 3. Nov 2015, 23:50

Beiträge: 7938
Diese Umschläge wurden mit 1 Pfennig vorfrankiert verschickt, um die Adressaten dadurch zu motivieren, den so bereits "vorfrankierten" Umschlag für die Bestellung eines Loses der Süddeutschen Klassenlotterie zu nutzen, was in diesem Falle dann auch geschah:

IMG5_0002.jpg
Eine Drucksache kostete 4 Pf Porto, hier wurde das Eineinhalbfache des Fehlportos von somit 3 Pf gleich rechnerisch 4,5 Pf aufgerundet zu "5" Pf als Nachgebühr erhoben, worauf am Bestimmungsort Neumarkt in der Oberpfalz ein zweizeiliger Rahmenstempel "Nachgebühr + a +" hinweist.

Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Mi 2. Dez 2015, 22:59

Beiträge: 7938
In der Zeit vom 01.08.1928 bis zum 14.01.1932 betrug das Porto für eine Postkarte in Ortsverkehr 5 Pfennig und für eine Postkarte im Fernverkehr 8 Pfennig.

Hier wurde am 26.10.1929 eine als Postkarte im Ortsverkehr gedachte Ganzsache mit Wertzeicheneindruck 5 Pfennig im Fernverkehr benutzt:

IMG5.jpg
Als Nachgebühr wurde das Eineinhalbfache des Fehlportos von 3 Pfennig = 4,5 Pfennig erhoben, die zu "5" Pfennig aufgerundet und per Blaustift ausgewiesen wurden, worauf ein roter Rahmenstempel "Nachgebühr *" hinweist.

Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Di 28. Nov 2017, 17:31

Beiträge: 28070
Wohnort: Trier
Dieser Standardbrief im wurde am 5.10.1983 in Berlin aufgegebenen. Er ist nach Berlin adressiert und zunächst als Standardbrief im Ortsverkehr Berlin portogerecht mit einer Marke zu 50Pf der Serie "Moderne Gemälde aus Berliner Sammlungen" (MiNr 678) frankiert. Da der Empfänger inzwischen verzogen war, wurde der Brief aber nach Halver nachgesandt. Dadurch war es kein Ortsbrief mehr. Die Differenz zum Fernbrief betrug 30Pf, die beim Empfänger als Nachgebühr erhoben wurde. Es war jedoch keine Einziehungsgebühr fällig.

20171127_0004.jpg

Vorherige

Zurück zu Stempel "Nachgebühr"