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Großkatzen

Moderator: Rüdiger


Beitrag Di 22. Okt 2013, 22:29

Beiträge: 7804
Die Großkatzen (Pantherinae) sind eine Unterfamilie der Katzen (Felidae).

Der Begriff „groß“ deutet an, dass sich in dieser Gruppe die größeren Vertreter der Katzen befinden.

Kriterium für die Zugehörigkeit ist jedoch nicht die Körpergröße, sondern die tatsächliche Verwandtschaft, die durch DNA-Analysen und morphologische Details wie der Bau des Zungenbeins ermittelt wird.

Folgende Gattungen und Arten zählen zu den Großkatzen:

Gattung Eigentliche Großkatzen (Panthera)
Tiger (Panthera tigris)
Jaguar (Panthera onca)
Löwe (Panthera leo)
Leopard (Panthera pardus)
Schneeleopard (Panthera uncia)

Gattung Neofelis
Nebelparder (Neofelis nebulosa)
Sunda-Nebelparder (Neofelis diardi)

Beitrag Di 22. Okt 2013, 22:34

Beiträge: 7804
Der Schneeleopard oder Irbis (Panthera uncia) ist eine Großkatze (Pantherinae) der zentralasiatischen Hochgebirge.

Man findet ihn vom Himalaya Nepals und Indiens im Süden bis zum Altai- und Sajangebirge Russlands im Norden sowie vom tibetischen Hochland im Osten bis zum Pamir, Hindukusch und Tianshan-Gebirge im Westen.

Er sieht einem Leoparden ähnlich, hat aber ein längeres, meist graues Fell, das in der kalten Jahreszeit besonders dick ist.

Im Gegensatz zu anderen Großkatzen brüllt der Schneeleopard nie.

Durch die relativ kurze Schnauze und den extrem langen Schwanz unterscheidet sich der Schneeleopard auch äußerlich von anderen Großkatzenarten.

Der Schneeleopard lebt als Einzelgänger und ernährt sich in erster Linie von mittelgroßen Huftieren sowie Nagetieren des Gebirges.

Er bewohnt felsige und zerklüftete Bergregionen in bis zu 6000 Meter Höhe.

Obwohl bereits Schutzgebiete eingerichtet wurden, ist der Bestand der Art durch Wilderei und den Rückgang der Beutetiere stark gefährdet.

Hier ein Satz von 4 Werten, MiNr. 22/25, aus Kirgisistan, einem Binnenstaat in Zentralasien:

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Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag So 2. Feb 2014, 11:04

Beiträge: 7804
Ein Schwarzer Panther oder Schwarzer Panter ist ein Leopard (Panthera pardus), dessen Fell eine durchgehend schwarze Färbung aufweist, statt wie üblich schwarze Rosetten auf einem gold-gelben Grund.

Unter günstigen Lichtverhältnissen ist die eigentlich gefleckte Fellzeichnung aber immer noch zu erkennen.

Es handelt sich bei diesen Panthern also nicht um eine eigene Art, sondern um eine Form des Melanismus.

Neben diesen werden auch schwarze Jaguare (Panthera onca) sowie andere Katzenarten als Panther bezeichnet.

Bei den Leoparden entsteht die Schwarzfärbung durch die Vererbung eines rezessiven Gens. Das rezessive Gen kann auch bei den normalfarbenen vorhanden sein, da es durch das dominante Gen, welches für die Gelbfärbung verantwortlich ist, keinen Einfluss auf die Fellfarbe hat. Das bedeutet auch eine mögliche Weitervererbung des rezessiven Gens durch normalfarbene Tiere, so dass schwarze Leoparden in einem Wurf vorhanden sein können, selbst wenn beide Eltern normalfarbig sind. Im Gegensatz zum Leoparden ist das für die Schwarzfärbung verantwortliche Gen beim Jaguar dominant, so dass schwarze Jungtiere nur dann auftreten können, wenn mindestens ein Elterntier schwarz ist. Es bedeutet auch, dass normalfarbige Jungtiere entstehen können, selbst wenn beide Elternteile schwarz sind.

Fellfarben entstehen durch die unterschiedliche Verteilung von Melaninen im Fell, welches von den Melanocyten (Pigmentzellen) an die Fellhaare abgegeben wird. Man unterscheidet bei dem Farbstoff Melanin zwischen dem schwarzen Eumelanin, welches dem Haar eine bräunliche bis schwärzliche Färbung verleiht, und Phäomelanin, welches dem Fell eine gelbliche bis rotbraune Färbung verleiht. Das dominante Gen beim Jaguar sowie das rezessive Gen beim Leoparden bewirken eine höhere Produktion von Eumelanin.

Schwärzlinge treten insbesondere bei südostasiatischen Unterarten des Leoparden, wie dem Java-Leoparden, vermehrt auf. Man geht auch deshalb davon aus, dass zahlreiche Tiere, die in Zoos als schwarze Panther ohne Unterartstatus gehalten werden, Vertreter des seltenen Java-Leoparden sein dürften.

Hier als philatelistisches Beispiel ein Maschinenstempel mit Werbeeinsatz "LÖWEN TIGER U. PANTHER LADEN IN DIE WILHELMA STUTTGART":

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Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Do 17. Apr 2014, 12:40

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Der Königstiger (Panthera tigris tigris), auch Bengal-Tiger oder Indischer Tiger genannt, ist eine Unterart des Tigers, die zu den Festlandsunterarten zählt. Er ist auf dem Indischen Subkontinent verbreitet und wird als gefährdet eingestuft. Die gesamte Population wird auf weniger als 2.500 Tiere geschätzt, davon leben ein paar hundert in Bangladesch.
Der Tiger ist die größte aller Raubkatzen. Der männliche Königstiger wird von der Schnauzen- bis zur Schwanzspitze gemessen zwischen 270 und 310 cm lang, in Ausnahmefällen über 360 cm, die Weibchen erreichen 240–270 cm. Das Gewicht der Männchen liegt zwischen 180 und 300 kg, das der Weibchen zwischen 100 und 180 kg. Die Schulterhöhe liegt zwischen 90 und 100 cm.

Bangladesch verausgabte am 4.11.1974 eine Serie mit drei Werten zum Thema Königstiger. (MiNr 49 - 51):
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Kopf eines Königstigers

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Junger Königstiger

Bengaltiger_0003.jpg
Königstiger im Wasser

Beitrag Do 17. Apr 2014, 13:04

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Am 9.11.1977 erschien in Bangladesch eine Serie Tiere. Der Wert zu 5 Taka (MiNr 99) zeigt wieder einen Königstiger.

Bengaltiger_0004.jpg

In ein Exponat zum Thema Königstiger gehört unter anderem auch, wovon er sich ernährt. Deshalb hier einige Erläuterungen dazu. Ein Königstiger benötigt ca. 8 kg Fleisch am Tag. Seine Hauptnahrung sind große Säugetiere wie Nilgauantilopen, Gaure (eine Rinderart, die gezähmte Form dieser Art nennt man auch Gayal ), Sambarhirsche, Barasinghas (auch eine Hirschart), Axishirsche und Wildschweine. Seltener frisst er kleinere Beutetiere wie Affen, Hasen, Kaninchen und Wasservögel. Der Tiger schleicht an seine Beute heran, springt sie an und drückt sie mit den kräftigen Vorderpfoten auf den Boden. Die Weite der Sprünge kann bis zu 6 Meter betragen. Zum Töten beißt er in die Kehle seines Opfers oder bricht dessen Genick durch einen Biss in den Nacken.
So passt eine zweite Marke aus der oben genannten Serie in eine Sammlung "Königstiger": Der Wert 3,50 Taka zeigt ein Gayal, also eines der Beutetiere des Königstigers.

Gayal.jpg
Ein Gayal - ein Beutetier des Königstigers

Beitrag So 11. Mai 2014, 23:11

Beiträge: 7804
Der Jaguar (Panthera onca) ist die größte Katze des amerikanischen Doppelkontinents.

Eine andere beziehungsweise ältere Bezeichnung für den Jaguar ist Unze, Onze oder Onza.

Dieses Raubtier sieht dem Leoparden ähnlich, der in Afrika und Asien lebt.

Der Jaguar ist die einzige Großkatze (Pantherinae) in der Neuen Welt, da der Puma zu den Kleinkatzen (Felinae) zählt. Er war einst bis in die südlichen US-Bundesstaaten Kalifornien, New Mexico, Arizona und Texas verbreitet. Heute kommt der Jaguar fast nur noch in Mittel- und Südamerika vor.

Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) führt die Großkatze in der Roten Liste derzeit als „gering gefährdet“ (Near Threatened).

Auf dem am 10.09.1994 erschienenen Block 261 von Madagaskar ist ein "Panthera onca", also ein Jaguar, zu sehen, obwohl diese Art der Großkatzen auf Madagaskar überhaupt nicht vertreten ist:

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Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag So 18. Mai 2014, 17:43

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Der Indochina-Tiger, auch Hinterindischer Tiger oder Corbett-Tiger (P. t. corbetti) ist etwas kleiner als der Bengaltiger, Grundfärbung etwas dunkler, die meist sehr dunklen Streifen gehen häufig in Flecken über. Die Unterart ist auf dem Festland Südostasiens verbreitet, wo sie von den chinesischen Provinzen Yunnan, Guangxi und Guangdong sowie Nordmyanmar südwärts bis zur Halbinsel von Malakka vorkommt. Es gibt vermutlich nur noch 350 Exemplare, die unter anderem in Kambodscha, Thailand, Myanmar, Laos und in geringer Zahl in Vietnam überlebt haben.

Auf der Marke aus Laos (MiNr 707) auf einer sogenannten Maximumkarte sind wahrscheinlich zwei Tiere dieser Art zu sehen. Zu einer "guten" Maximumkarte fehlt allerdings der passende Motivstempel, da hier im Stempel ein Panda und kein Tiger zu sehen ist.

Tiger.jpg

Beitrag Mo 21. Jul 2014, 08:51

Beiträge: 296
Hallo in die Runde,

möchte eigentlich zu den bislang gezeigten Großkatzen Euch zurufen ...... gut gebrüllt Löwe ;) .

Aber ach, der sogenannte König der Tiere wurde noch gar nicht gezeigt. Dies möchte ich nach-
holen und auf eine Einrichtung aufmerksam machen, die ihr auch schon einmal besucht habt.
Es geht um die Safariparks, die in einer Anzahl auch in Deutschland entstanden. Da sitzen die
Großkatzen in der "ersten Reihe". Die Besucher fahren durch`s Gebiet im Auto.
Der erste Safaripark in Deutschland entstand in der Nähe der holländischen Grenze, nördlich
von Aachen 1968. Dies war für die Gemeinde eine große Attraktion und wurde gleich in einem
Handwerbestempel, der über mehrere Jahre am Schalter lag "vermarktet".
Selfkant Löwen-Safari Tüddern 1979 a28062014.jpg
Safaripark Tüddern nur von 1968 bis 1990


Hoffe, dass ihr auch über eine interessante Begegnung mit dem "König der Tiere" berichten könnt.
Nur los. Ist doch gar nicht schwer...........

Gruß
LR/07/576/GL

Beitrag Di 19. Aug 2014, 18:44

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In Bangladesch erschien am 30.4.1973 in einer Dauerserie ein Wert (MiNr 27) mit dem Kopfbild eines Tigers (Panthera tigris), die ich hier abbilde:

BDDSgross_0019.jpg

Beitrag Di 26. Aug 2014, 14:26

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Mit der heutigen Post erhielt ich diesen Sonderstempel aus Bad Fallingbostel vom 23.8.2014. Hier ist unten im Stempel ein Löwe zu erkennen.

Tiere.jpg

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