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Antifaschistischer Schutzwall

Unter der Bezeichnung "Postkrieg" werden alle postalischen Erscheinungen zusammengefaßt, die auf Maßnahmen von Postverwaltungen gegen Postwertzeichen, Poststempel oder dergleichen anderer Länder beruhen, ohne daß zwischen den beteiligten Staaten ein Kriegszustand besteht.

Moderator: Rüdiger


Beitrag So 19. Feb 2017, 22:38

Beiträge: 7660
„Antifaschistischer Schutzwall“ war ein Propagandabegriff der DDR für die Berliner Mauer.

Der Begriff „Schutzwall“ hat eine defensive Konnotation und gilt deshalb als Euphemismus.

Er war der Gegenbegriff für den vom Regierenden Bürgermeister Willy Brandt noch im August 1961 geprägten Begriff „Schandmauer“, der schnell allgemein bekannt und bis etwa Ende der 1960er Jahre oft verwendet wurde.

Als 1971 aus der DDR Briefe mit offiziellen Schmuckumschlägen zu den DDR-Markenausgaben „10 Jahre Antifaschistischer Schutzwall“, „Mahnmal Wiltz“ und „Unbesiegbares Vietnam“ nach Westdeutschland versandt wurden, schickte sie die Deutsche Bundespost an die Absender zurück. Hierbei handelte es sich nicht um einen Postkrieg im eigentlichen Sinne, da nicht die Briefmarken beanstandet wurden, sondern die Bedruckung der Umschläge:

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Liebe Grüße
Rüdiger

Beitrag Mi 8. Nov 2017, 18:13

Beiträge: 22492
Wohnort: Trier
Offenbar wurde dies 15 Jahre später genauso gehandhabt, wie dieser Brief mit dem angebrachten Hinweis belegt.

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