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Brustschildmarken sammeln ohne dickes Portemonnaie

Moderator: Rüdiger


Beitrag Di 10. Jul 2018, 15:56

Beiträge: 7635
Hier eine MiNr. 4, entwertet per nachverwendetem zweizeiligem Hannover-Rechteckstempel "NORDERNEY":

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Das Stück ist tiefst geprüft HENNIES BPP und es liegt ein Prüfungsbefund dazu vor:

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Dieses Exemplar kostete bei ebay 13 € inklusive Porto:

https://www.ebay.de/itm/BRUSTSCHILD-Nr- ... 2749.l2649

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Rüdiger


Beiträge: 7635
Hier eine EF der MiNr. 19 auf Brief nach Eibenstock, aufgegeben am 30.09.1873 in AUERBACH IM VOIGTLANDE, entwertet per nachverwendetem Sachsen-Achteckstempel, Feuser SA 011:

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Die Marke zeigt den Plattenfehler MiNr. 19 XXIII a "Akzent über "C" in "REICHS-" auf der 1. Strichleiste" in Kombination mit einer bisher nicht im Handbuch aufgeführten Druckbesonderheit in Form eines Farbflecks rechts am Rand zwischen der 8. und 9. Strichleiste:

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Dieses Exemplar kostete bei ebay 11 € inklusive Porto:

https://www.ebay.de/itm/BRUSTSCHILD-Nr- ... 2749.l2649

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Rüdiger


Beiträge: 7635
Hier eine Ganzsache MiNr. U1 I A, entwertet am 20.03.1872 per nachverwendetem Sachsen-Achteckstempel "DRESDEN II.", adressiert an "Seiner Hoch und Wohlgeeboren dem Rittergutsbesitzer und Ritter des rothen Adler-Ordens Herrn Baron von Czettritz-Neuhaus auf Kolbnitz bei Jauer in Schlesien":

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Bei dem Adressaten handelt es sich um Georg Freiherr von Czettritz und Neuhaus, der am 26.09.1846 geboren wurde und am 04.08.1917 starb.

Dieses Exemplar kostete bei ebay 16 € inklusive Porto:

https://www.ebay.de/itm/BRUSTSCHILD-GA- ... 2749.l2649

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Rüdiger

Beitrag Do 12. Jul 2018, 22:05

Beiträge: 7635
Hier eine Einzelfrankatur der MiNr. 18 am 29.09.1872 auf Postkarte, entwertet per nachverwendetem Thurn&Taxis-Kreisstempel "CASSEL":

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Rückseitig zwei Kreisstempel "Battenberg" vom 29.09.1872 abends sowie 30.09.1872 morgens:

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Der Beleg wurde wegen der diagonal beschnittenen Ecken unten etwas erhöht geprüft "M. SOMMER BPP".

Dieses Exemplar kostete 9 € inklusive Porto:

https://www.ebay.de/itm/BRUSTSCHILD-Nr- ... 2749.l2649

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Rüdiger


Beiträge: 7635
Hier ein Briefstück der MiNr. 23 a, entwertet am 30.11.1872 per Kreisstempel "FRANKFURT A.M. N 2":

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Dieses Stück wurde geprüft "DR.ZILL BPP":

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Dieses Exemplar kostete 6 € inklusive Porto:

https://www.ebay.de/itm/BRUSTSCHILD-Nr- ... 2749.l2649

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Beitrag Do 12. Jul 2018, 22:24

Beiträge: 7635
Hier eine MiNr. 19, entwertet am 02.10.1872 per Kreisstempel "BERLIN P. EXP. III":

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Dieses Exemplar kostete 4 € inklusive Porto:

https://www.ebay.de/itm/BRUSTSCHILD-Nr- ... 2749.l2649

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Beitrag Fr 13. Jul 2018, 16:47

Beiträge: 7635
Diese MiNr. 19 wurde am 11.01.1874 entwertet per nachverwendetem Zweikreisstempel "KIEL", Feuser SH 078:

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Prüft man die Qualität dieser Marke, dann stellt man einen diagonalen Bug von links unten nach rechts oben direkt oberhalb des Prägefeldes fest, der recht fachmännisch geglättet wurde.

Im Gegenzug bietet diese Marke gleich drei recht deutliche Druckbesonderheiten:

1. einen Farbfleck im unteren Rand unter dem "G"
2. einen fehlenden Querstrich beim "H" von "GROSCHEN" sowie
3. eine fein gepunktete Struktur im linken Rand.

Dieses Exemplar kostete 3,99 € inklusive Porto:

https://www.ebay.de/itm/Brustschild-Mi- ... 2749.l2649

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Beiträge: 7635
Diese Ganzsache MiNr. P 1 ist gleich aus mehreren Gründen interessant:

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Der waagerechte Schnitt ist nicht korrekt zum Druckbild ausgerichtet, sondern verläuft deutlich diagonal.

Beim Druckbild sind am linken und rechten Rahmen die Mittelrosette sowie die Ornamente darunter unscharf.

Die Karte lief 15.01.1875, also als Nachverwendung zur Zeit der Markwährung, im Ortsverkehr in Hamburg.

Als Aufgabestempel diente ein nachverwendeter dreizeiliger NDP-Rechteckstempel "HAMBURG P. E. 7 PÖSELDORF", Feuser NDP 431.

Dieses Exemplar kostete 8,99 € inklusive Porto:

https://www.ebay.de/itm/413460-R3-Hambu ... 2749.l2649

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Beiträge: 7635
In Schweden erschien am 01.07.1872, also zur Zeit der Brustschildmarken, die Freimarkenausgabe "Ziffern im Kreis".

Hier die Wertstufe 12 Öre als Einzelfrankatur auf einem am 11.07.1875 in OSKARSHAMN aufgegebenen Brief, der am 13.07.1875 in MALMÖ ankam:

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Dieses Exemplar kostete 4,84 € inklusive Porto:

https://www.ebay.de/itm/SCHWEDEN-Nr-21- ... 2749.l2649

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Beiträge: 7635
Hier folgt ein wie ich finde echtes Schnäppchen:

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Dieses Exemplar kostete bei ebay, beschrieben als "Faltbrief mit Restsiegel gel. 24.5.1875 Oldendorf-Rinteln - Top Stempel", ganze 3,40 € inklusive Porto:

https://www.ebay.de/itm/Faltbrief-mit-R ... 2749.l2649" target="_blank

Es handelt sich laut handschriftlichem Vermerk unten links um eine "P. D. S frei" = Portofreie Dienstsache.

Laut handschriftlichem Vermerk über der Adresse "Mit Post Beh:Schein" war diese portofreie Dienstsache mit einem "Behändigungsschein" versehen. Diese Bezeichnung hatte die Bezeichnung "Post-Insinuations-Dokument" 1869 während der Zeit des NDP abgelöst und wurde vom Deutschen Reich übernommen bis zum 01.10.1879. Ab dann wurde dieser Dienst umbenannt in "Postzustellungsurkunde".

Da diese Sendungsart wie in diesem Falle recht unscheinbar ist und einem oft erst auf den zweiten Blick auffällt kann man solche Exemplare wie hier schon einmal für kleines Geld am Markt finden.

Die Behändigungsgebühr betrug für Behörden 10 Pfennig, das Porto war frei, weshalb hier portorichtig eine MiNr. 33 als Einzelfrankatur verklebt wurde.

Die Entwertung erfolgte am 24.05.1875 per nachverwendetem dreizeiligem Rechteckstempel "OLDENDORF REG. BEZ. CASSEL", Feuser NDP 755.

Rückseitig wurde als Ankunftstemel noch am Abend des 24.05.1875 = "8-12 N" ein Kreisstempel RINTELN abgeschlagen.

Liebe Grüße
Rüdiger

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